WIRTSCHAFTEN MIT DER NATUR: WAS UNS DER HERBSTANFANG SAGEN MÖCHTE
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Ein Beitrag von Christiane Bourquin über energetischen Rückenwind und wie uns Dankbarkeit bei Problemlösungen helfen kann
Am 23. September ist Herbstanfang.
Für mich ist ein solcher Tag im Jahreskreis immer eine Einladung, mir bewusst zu machen, welche Zeitqualitäten aktuell vorherrschen und was es für mich bedeutet. Denn ich habe festgestellt, dass das Leben viel leichter wird, wenn ich die Jahreszeiten bewusst wahrnehme und „mit“ der Natur gehe.

Vor vielen Jahren hat mich unter anderem Martina Kaiser‘s Buch „Der Jahreskreis – den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen“ dabei unterstützt, die natürlichen Prinzipien des Lebens wiederzuentdecken. Das Wissen daraus begleitet mich seither in vielen Bereichen meines Lebens.
Ich möchte vor allem Unternehmer und Menschen aus der Wirtschaft dazu animieren, sich für diese Weisheiten aus der Natur wieder mehr zu öffnen.
Denn ich weiß mittlerweile sehr genau: Wir sind als Menschen, als UnternehmeR und auch als UnternehmeN Teil der Natur und somit ihren Bedingungen in allen Bereichen unterworfen. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass die Natur nach klar definierten Prinzipien funktioniert, die bewusst oder unbewusst auf uns wirken, und die wir nutzen können.
Hier einige der wichtigen:
1. Zyklus – Alles hat seine Zeit.
2. Polarität – Leben entsteht durch Polarität (die Wurzel eines Baumes ist z.B. minus gepolt, die Krone ist plus gepolt).
3. Balance – Systeme streben immer nach Ausgleich.
4. Verbundenheit – Alles wirkt aufeinander.
5. Wachstum – Entwicklung entsteht aus vorhandenem Potenzial (ein Haus baut auf einem soliden Fundament auf).
6. Anpassung – Was lebt, reagiert permanent auf die stetige Veränderung.
7. Regeneration – Ruhe ist entscheidend für Entwicklung und Wachstum.
8. Kreislauf – Nichts geht wirklich verloren. Alles kehrt zum Ursprung zurück.
Die Natur ist ein hocheffizientes System, das seit Milliarden von Jahren nach diesen Prinzipien exzellent funktioniert. Und davon sollten wir uns vielleicht etwas abgucken. Ich bin sogar davon überzeugt, dass wir Antworten für die großen Probleme unserer Zeit besonders dann finden, wenn wir uns wieder als einen Teil der Natur begreifen. Wenn wir erkennen, dass sie uns dient und nicht unser Feind ist. Wenn wir verstehen, wie sie funktioniert, wie sie auf uns einwirkt und wie genau wir sie nutzen können – und zwar mit Dankbarkeit und Respekt, nicht als Ausbeuter.

Einige Naturprinzipien in der Wirtschaft
Es scheint zwar banal, aber ich glaube, vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die o.g. Prinzipien auch innerhalb eines „künstlichen“ Gebildes wie einem Unternehmen, einer Verwaltungsorganisation oder einem Produktionsbetrieb wirken.
Zumindest das Prinzip der zyklischen Entwicklungen ist m. E. unübersehbar: Es gibt Phasen des Wachstums und Phasen der Konsolidierung. Zeiten voller Auftragsbücher und Zeiten, in denen Märkte wegbrechen. Produkte haben ebensolche Lebenszyklen wie Technologien, Geschäftsmodelle oder Teamstrukturen.
Die Jahreszeitenzyklen wirken natürlich sehr stark auf die Menschen der jeweiligen Region. Aber tatsächlich gibt es auch ganz individuelle Zyklen für jeden Menschen, jede Organisation oder jedes Produkt. Sogar beim Geldfluss gibt es deutliche Unterschiede. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Geldfluss sich in einem 3-Monatszyklus bewegt. Daher bleibe ich entspannt, wenn mein Kontostand zu bestimmten Zeiten tendenziell abnimmt.
Kennen wir bestimmte natürliche Prinzipien, die auf unser Unternehmen einwirken, werden wir zu bestimmten Zeiten eben nicht von unserem Team erwarten, dass es zu kreativen Höchstleistungen in der Lage ist, sondern es vielleicht animieren, die Büroschränke auszumisten, um stagnierende Energien aus dem Fenster zu jagen.
Die Natur versucht nicht, den Herbst aufzuhalten, weil der Sommer gerade so toll ist.
Sie lässt das Vergehen zu, denn sie weiß: Nur durch das Sterben ist Erneuerung und damit ein dauerhaft erfolgreiches Leben möglich.
Wir hingegen leben in einer Wirtschaftswelt, die uns ständig suggeriert, dass alles und alle immer funktionieren müssen und dass ein Jahr ohne Wachstum ein schlechtes Jahr ist.
Was können wir also vom Herbstanfang lernen?
September und Herbstanfang tragen besondere Qualitäten in sich: Es ist noch spätsommerlich-schönes Wetter. Gleichzeitig kann nun geerntet werden, was im Frühjahr als kleines Samenkorn begonnen hat. Und es zeigen sich die ersten braunen Blätter. Fülle, Ernte und Abschied finden also fast gleichzeitig statt.
Am 24. September wandert zudem die Sonne ins Sternzeichen Waage – dem Symbol für Ausgleich und Balance. Entgegen landläufigen Vorstellungen bedeutet Balance in der Natur nicht Stillstand. Ein komplexes Ökosystem ist ständig im Wandel, reguliert sich dabei aber immer wieder neu, um in die Balance zu kommen. Denn die Natur strebt immer nach Ausgleich – wie der Wasserspiegel in einem See, der trotz Wind und Strömung sich immer wieder auf einem bestimmten Niveau einpendelt.

Fühlen Sie doch mal in sich hinein, was die Herbstenergien mit Ihnen machen!
Was ist Ihr Herbstgefühl? Spüren Sie das gleiche Feuer, wie im Hochsommer oder geht es jetzt vielleicht mehr darum, die Ernte zu begutachten und in Ruhe zu genießen?
Wofür möchten Sie dankbar sein?
Was ist in den letzten Monaten gewachsen?
Und was darf jetzt gehen, damit etwas Neues entstehen kann?
Ist in Ihrem Unternehmen oder in Ihrem Leben etwas aus der Balance geraten? Erklärt das vielleicht das eine oder andere hartnäckige Problem?
Rinnt Ihnen die Zeit vielleicht einfach so durch die Finger und jeder Tag fühlt sich irgendwie gleich an? Und Sie sich irgendwie fremdbestimmt?
Versuchen Sie es doch mal mit Innehalten und Danke sagen!
Dankbarkeit ist nicht nur in dieser Zeit der Ernte ein besonders wirkungsvolles Instrument. Dankbarkeit hilft auch zum Beispiel dabei, eine unangenehme Situation als Lernaufgabe oder Herausforderung zum Wachsen dankbar (!) annehmen zu können. Und dann daraus etwas Neues entstehen zu lassen.
Dankbarkeit hat aber vor allem eine enorme Wirkung auf unsere Stimmung und unsere Kreativität. Von Herzen Danke zu sagen, hebt tatsächlich die eigene Frequenz, also die elektro-magnetische Schwingung in unserem Körper. Das ist messbar. Der Psychiater Dr. David R. Hawkins beispielsweise hat eine Frequenztabelle für Gefühle entwickelt und Emotionen einer Skala von 1 bis 1000 Hz zugeordnet. Dankbarkeit gehört zu den besonders hochschwingenden Gefühlen wie Freude oder Liebe. Aus psychologischen Studien ist außerdem bekannt, dass sich gute Gefühle sehr positiv auf die eigene Lösungskompetenz auswirken.
Kleine Rituale für mehr Wirkung
Wie auch immer wir mit unseren Potentialen und Problemen umgehen wollen - ich glaube, wir dürfen wieder lernen, solche besonderen Tage im Jahreskreis wie den Herbstanfang bewusst wahrzunehmen. Sie vielleicht sogar mit kleinen Ritualen zu feiern, z.B.: das Büro mit Ähren, Zweigen oder Früchten schmücken, einen Korb mit Äpfeln und Nüssen aufstellen oder sich den Herbstanfang als jährlichen Jour fixe für ein Planungstreffen des Führungsteams in den Kalender zu schreiben.
Außerdem können wir uns bewusst machen, für welche Aktivitäten sich die jeweiligen Jahreszeiten besonders gut eignen. So ist der Frühling vor allem die Zeit des Aufbruchs, im Sommer geht es um Umsetzung, der Herbst ist der Ernte gewidmet und der Winter dient der Regeneration.
Solches Wissen und solche Rituale verbinden uns mit der Energie der jeweiligen Zeit. Sie helfen uns, die Dinge, die wir tun wollen oder müssen, zum richtigen Zeitpunkt, mit der passenden Einstellung und mit viel besseren Ergebnissen zu tun – weil wir eben einen „energetischen Rückenwind“ nutzen. Außerdem tragen sie dazu bei, dass die Zeit wieder im richtigen Tempo zu vergehen scheint. Statt des gleichförmigen Alltags finden wir wieder Haltepunkte, die uns Ruhe geben und uns wieder mehr mit uns selbst verbinden.
Herbstanfang heißt insofern für mich: innehalten, meine Errungenschaften anerkennen, Danke sagen und bewusst entscheiden, was als Nächstes wachsen darf.
☎️ Wenn Sie herausfinden möchten, welche neuen Perspektiven sich daraus für Ihre Führung und Ihr Unternehmen ergeben, sprechen Sie uns gerne an!


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